Exportations suisses de matériel de guerre et d'armement

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Armeefahrzeuge für José Eduardo dos Santos

Catégorie de biens: M113 wären Kriegsmaterial; Einordnung der Last- und Geländewagen offen

Schweizer M113 an der Steel Parade in Thun, 27.10.2006. Sandstein / Wikimedia Commons (Eigenaufnahme). Via Wikimedia Commons. Typenbild; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Schweizer M113 an der Steel Parade in Thun, 27.10.2006.

Public Domain (weltweite Freigabe durch Urheber)

1999 und 2000 gelangten ausgemusterte Fahrzeuge der Schweizer Armee nach Angola. Zum Geschäft des Luzerner Händlers Urs Studer gehörten mehr als 2’000 Last- und Geländewagen. Die Abwicklung erfolgte über die slowakische Hermes; die angolanische Casa Militar bestellte das Material. Im April 2000 bestätigte General Manuel Hélder Vieira Dias eine Lieferung. Im Mai 2004 wurden ausserdem Vorwürfe öffentlich, zerlegte M113-Schützenpanzer seien über Antwerpen nach Luanda gelangt. Die RUAG erklärte, von solchen Panzerverkäufen nichts zu wissen; das VBS meldete keine ihm bekannten Verstösse gegen Exportvorschriften. Ein vom Artikel beschriebenes Fax vom Februar 2001 betraf das Angebot zweier weiterer M113. Der Geschäftsführer von Hermes bestätigte zunächst Fahrzeugkäufe, bestritt danach jedoch, dass ein Vertrag mit Studer zustande gekommen sei.

Effet de la révision proposée de la loi sur le matériel de guerre

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Angola durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Angola einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommt Frankreich in Betracht, das gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Angola geliefert hat (78 Mio. TIV).

Pays

Conflits

Entreprises

Période

Fahrzeuglieferungen 1999–2000; M113-Angebot 2001; Bericht 2004

Sources

  • Facts, 13.05.2004, S. 18: Nachschub aus der Schweiz; Neutral ist nicht genug (Andreas Schmid)