Exportations suisses de matériel de guerre et d'armement

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Flugabwehr-Ersatzteile für Bahrains König Hamad

Catégorie de biens: Kriegsmaterial

Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011. 玄史生 / Wikimedia Commons (Eigenaufnahme). Via Wikimedia Commons. Illustration der Oerlikon-35-mm-Familie; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011.

CC BY-SA 3.0

Zwischen Juni und September 2011 führte die Schweiz Kriegsmaterial im Wert von knapp 1,6 Millionen Franken nach Bahrain aus. Diese Lieferungen wurde nach der Niederschlagung der Proteste stark kritisiert. Die Antwort zur Interpellation 11.4069 präzisierte die 2011 beanstandeten Ausfuhren als Ersatzteile für bereits gelieferte Flugabwehrsysteme. Für 2011 nannte der Bundesrat drei bewilligte Gesuche für Flugzeugreparaturen und Flugabwehr-Ersatzteile. Er bestritt, dass die angesprochenen Lieferungen Kleinwaffen oder gepanzerte Fahrzeuge umfasst hätten. In der Antwort zur Motion 12.3360 hielt er 2012 an der Ersatzteil-Ausnahme fest, bestätigte für das erste Quartal 2012 keine Kriegsmaterialausfuhren nach Bahrain und bewertete einen Einsatz der 35-mm-Systeme gegen die Bevölkerung als wenig wahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen.

Effet de la révision proposée de la loi sur le matériel de guerre

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Bahrain durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Bahrain einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Bahrain geliefert haben (1’768 Mio. TIV).

Pays

Conflits

Période

Ausfuhren 2011; parlamentarische Antworten 2012

Sources