Exportations suisses de matériel de guerre et d'armement

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Schweizer Gewehre und Munition für die UÇK

Catégorie de biens: Kriegsmaterial

Gedenkstätte und Friedhof für Opfer des Kosovokriegs in Gjakova. Bdx, eigene Aufnahme, 28. Juli 2015. Via Wikimedia Commons. Konfliktkontext; kein Nachweis schweizerischer Waffen oder einer konkreten Tat. Lizenzprüfung: 26.09.2026.
Gedenkstätte und Friedhof für Opfer des Kosovokriegs in Gjakova.

CC BY-SA 4.0

1998 beschaffte eine mit einem Kosovaren verheiratete Schweizerin Waffen und Munition im Wert von rund einer Million Franken. Dazu gehörten 195 Gewehre, darunter 115 Scharfschützengewehre SSG 3000, etwa 20 Pistolen und über sechs Tonnen Munition. Die Ware gelangte in Schiffscontainern nach Durrës und wurde Ende Oktober 1998 vom albanischen Zoll beschlagnahmt. Der spätere Verbleib blieb ungeklärt. Der Anstifter wurde 2000 rechtskräftig zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Bundesrat dokumentierte den Vorgang 2011 in seiner Antwort zu Waffenbeschaffungen für die UÇK.

Effet de la révision proposée de la loi sur le matériel de guerre

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Kosovo durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Kosovo einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Kosovo geliefert haben (21 Mio. TIV).

Pays

Conflits

Période

1998–2000; Bundesratsantwort 2011

Sources